Griechen und die Bild-Zeitung

Es sind ein paar hundert Meter Luftlinie vom Axel-Springer-Platz in Berlin bis zur griechischen Botschaft in der Jägerstraße. Wenn man also bei der Bild-Zeitung arbeiten würde und die Aufgabe hätte, die Finanzkrise in Griechenland zu beschreiben, dann könnte man – wenn man denn verschiedene Meinungen zu den Hintergründen einholen wollte – zu Fuß hingehen. Aber man müsste nicht einmal das tun, man könnte auch anrufen. Die Botschaft hat ein Pressebüro, und der Bild-Reporter könnte sich durchstellen lassen zu dem Leiter dieses Büros. Das dauert ein paar Sekunden. Und könnte schon ein paar Dinge ins Wanken bringen, die in der Bild-Zeitung in den letzten Tagen behauptet wurden.
Der Leiter des Pressebüros der griechischen Botschaft in Berlin ist 1945 geboren, wenn es also stimmen würde, was in der Bild-Zeitung steht, dass nämlich griechische Beamte spätestens mit Mitte fünfzig in Rente gehen, dann dürfte er da gar nicht sitzen. Er würde dann seit mehr als zehn Jahren seine Rente genießen, die ja nach den Recherchen der Bild-Zeitung fast 100 Prozent seines Gehaltes ausmacht – wobei in der Bild nicht steht, dass es sich dabei nur um das Grundgehalt handelt, während das, was sie tatsächlich überwiesen bekommen, in weiten Teilen Zuschläge sind. Die Diplomaten an der Botschaft werden in Wahrheit bestenfalls 15 oder 20 Prozent ihres Gehaltes als Rente bekommen, wenn überhaupt. So wie alle diese griechischen Beamten, von denen die Bild-Zeitung und andere gerade behaupten, sie wären es, die ein winzig kleines Land am Rande Europas nah an den Ruin getrieben haben, und nicht die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten.
Wenigstens einen Dienstwagen wird man beim Presserat der Botschaft dann aber doch wenigstens vermuten dürfen, wo doch Griechenlands Beamte und Politiker angeblich die unglaubliche Zahl von 50.000 Autos unterhalten, die in der Bild immer im Zusammenhang mit den 300 Parlamentariern genannt werden, so als würde jeder von ihnen hunderte unterhalten. Aber nicht einmal das könnte man bei seinem Rechercheanruf bestätigen, denn der Leiter des Büros – der erste Ansprechpartner, den man am Telefon hätte, wenn man der Gegenseite auch nur die Chance einräumen wollte, etwas zu sagen – fährt nur seinen eigenen Kleinwagen. Einen aus deutscher Produktion.
So geht es weiter mit jedem Fakt, der da in die Welt geblasen wird, als neu oder sensationell verkauft, als Grund für die Misere. Es wird das Bild gemalt von einer Nation, die in fauler Gier anstatt zu arbeiten lieber die EU ausgenommen hat und jetzt überversorgt und fett am Strand liegt, während in Deutschland hart gearbeitet wird, um ihnen das Geld hinterher zu werfen. Natürlich braucht man keinen Nobelpreis, um zu erkennen, dass es so nicht stimmt. Man braucht gerade mal ein Gehirn.
Ich bin der Sohn eines Griechen, der während der Militärdiktatur nach Deutschland emigriert ist, und nach dem Ende der Junta in den griechischen Staatsdienst gegangen ist, weil er gelernt hat, dass Demokratie etwas ist, das man sich jeden Tag erarbeiten muss. Und ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Menschen getroffen, der auch nur annähernd so viel arbeitet wie mein Vater. Heute liest er offene Briefe in der Bild-Zeitung, im Stern und wo nicht noch alles, in denen Journalisten Deutschland zur reichen Tante fantasieren, die jetzt aber streng mit ihrem frechen Neffen sein muss, weil der so unverantwortlich mit ihrem Geld herumwirft. Ich bin selbst Journalist und ich schäme mich, wenn ich daran denke, dass mein Vater das liest.
Aber den schlimmsten Moment hatte ich in den letzten Tagen, als ich in der Bild einen perfiden Artikel über die Frage gelesen habe: „Schuldet Deutschland Griechenland noch Reparationszahlungen aus dem Krieg?“ – und natürlich zu dem Schluss kam, das wäre vertraglich alles längst geregelt. Plötzlich waren da Fakten wichtig und Zahlen. Aber hier ist noch ein Fakt, eine Tatsache, eine von mir, also einem Europäer mit einem Griechen als Vater und einer Deutschen als Mutter, einem deutschen Großvater mit einer dreistelligen NSDAP-Mitgliedsnummer und einem griechischen, der von der Gestapo im besetzten Griechenland gefoltert wurde, weil seine ältesten Söhne im Widerstand waren. Sie haben beide Tagebuch geführt. Die von meinem deutschen Opa liegen hier neben mir, gemeinsam mit seinem Ritterkreuz: Eine weinerliche Reihe von Rechtfertigungen und eine sehr genaue Buchführung über seine Ausgaben zu der Zeit. Das Tagebuch meines anderen Großvaters kenne ich nur in Auszügen: In einem großen Vater-Sohn-Moment hat mir mein Vater einmal daraus vorgelesen. Von den Misshandlungen, die er – ganz Intellektueller, der er war – ungeheuer sachlich und distanziert beschreibt.
Natürlich hat mein griechischer Großvater nie Reparation verlangt für das, was man ihm angetan hat. Es ist nie jemand dafür zur Rechenschaft gezogen worden, und er hegte offensichtlich trotzdem keinen Groll: Er schickte meinen Vater auf die Deutsche Schule in Athen. Weil es eine gute Schule war. Und weil die deutsche Kultur für ihn tiefer ging als das, was er selbst erleben musste.
Ich kann die Verachtung nicht in Worte fassen, die ich für die Kollegen mit ihren offenen Briefen empfinde, die sich ohne jede Recherche einen demütigenden Witz nach dem anderen aus den Fingern gesaugt haben, die sehenden Auges Vorurteile bis hin zum rassistischen Hass geschürt haben und die dabei nichts erreicht haben als den Zockern in den entsprechenden Investmentbanken noch ein bisschen in die Hände zu spielen.
Es ist kein Geheimnis: Mein Vater leitet das Pressebüro der griechischen Botschaft in Berlin. Ich nehme an, es ist sein letzter Posten bevor er mit 67 oder 68 endlich in Rente gehen kann.
Er hat nie und würde nie etwas Schlechtes über einen Journalisten sagen, nicht einmal mir, nicht einmal privat. Er sieht das nicht als seine Aufgabe. Stattdessen arbeitet er dafür, dass die Öffentlichkeit des Landes, in dem er gerade Dienst tut, auch die griechische Seite hört. Und ich war lange unendlich stolz darauf, dass in meiner Familie innerhalb einer Generation auf den Nazi-Opa mein Vater folgt, der das Bundesverdienstkreuz für besondere Verdienste um die deutsch-griechischen Beziehungen verliehen bekommen hat.

Aber ich bin auch Deutscher und Journalist. Und ich schäme mich. Weil ich weiß, wie einfach es gewesen wäre, ein einziges Mal anzurufen.

151 Antworten auf „Griechen und die Bild-Zeitung“

  1. Nur weil Sie den gleichen Beruf haben, wie einige weniger berufene aber dafür besonders ungehobelte Schreiber offener Briefe, müssen sich doch nicht Sie schämen, sondern die.

  2. Die Bild war, ist und wird wohl immer peinlich, anmaßend und verlogen sein. Leider gibt es Zeitungen, die sich von solchem anstecken lassen. Die Leser sollten lernen, aber scheinbar sind wenige bereit dazu.

  3. Keine Angst, kein Grund zum Schämen: Bei der Bild arbeiten keine Journalisten, alles andere sind nur Gerüchte eben jener „Zeitung“.

  4. Spricht eigentlich noch jemand von den Banken, die sogar auf die Pleite von Staaten wetten. Wann nimmt die endlich einmal jemand an die Kandarre? Und wie lange wollen wir uns noch ansehen, was hier so abgeht?

  5. was die letzten Tage aus den Redaktionsstuben dieser charakterlich verrotteten Schmierfinken abgesondert wird, übertrifft den Dreck, den man ohnehin von BILD schon gewöhnt ist, bei weitem. Hier zeigt sich wieder auf eindrucksvolle Weise, daß BILD nicht Journalismus ist, sondern Klatsch und Kloake, Stimmungsmache und Hetze. Diese Leute kollegial als Journalisten zu bezeichnen hat keine Rechtfertigung. Es sind keine Journalisten. Es sind nur Schmierfinken, die zum Zwecke der Auflagensteigerung fast jede Lüge akzeptieren und jeden Tag Millionen von Schwachköpfen die niedersten Instinkte bedienen. Als Deutscher schäme ich mich für ein Schmierblatt wie Bild und die dahinter stehenden skrupellosen Macher. Ich empfinde Ekel für Diekmanns Kolonnen.

  6. Die peinliche Hetze der „Bild“-Zeitung ist so schamlos, daß man sich, sofern man sich im Spiegel noch selber in die Augen sehen will, nur von dieser „Zeitung“ distanzieren kann, und das zu jeder Zeit. Zum Glück gehen die Auflagenzahlen kontinuierlich runter.

  7. Die Bild-Zeitung schlägt seit eh und je Kapital aus dem Schüren von Angst, Missgunst und Hass. Sie adressiert die niedrigsten Instinkte der breiten Masse. Die EU ist eine wirtschaftliche Gemeinschaft sehr unterschiedlicher Staaten. Dabei zählt nicht nur in guten Zeiten voneinander zu profitieren sondern auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten. Deutschland hat mit seiner hohen Neuverschuldung überhaupt keinen Grund auf andere zu zeigen. Diese Probleme sind hausgemacht und haben mit anderen europäischen Ländern nichts zu tun. Griechenland bei Bedarf zu unterstützen wird dem Land nicht schaden, es wird der Gemeinschaft nützen.

  8. Nur weil Sie den gleichen Beruf haben, wie einige weniger berufene aber dafür besonders ungehobelte Schreiber offener Briefe, müssen sich doch nicht Sie schämen, sondern die.

    Absolut, ja.

  9. Ich möchte dem Artikel aus voller Überzeugung zustimmen. Ich kann ihren Zorn nachvollziehen. Es ist die gleiche Art von Zorn und Ohnmacht die einen überkommt wenn andere Bevölkerungsgruppen (Hartz 4 Empfänger, Türken, Kurden etc.) fertig gemacht werden ohne vorher auch nur einen Fakt angetragen zu haben. Presse Agenturen wie der Springer Verlag schaden Deutschland und ich schäme mich stämmiger eines Volks zu sein in dem diese „Zeitung“ die höchste Verkaufsauflage hat.

  10. „Aber ich bin auch Deutscher und Journalist. Und ich schäme mich. Weil ich weiß, wie einfach es gewesen wäre, ein einziges Mal anzurufen.“

    naiv wer denkt, es wäre eine frage des wollens gewesen.

  11. Hat es vielleicht auch etwas damit zu tun, das Bild Chef Dieckmann sein Adäquat in der Türkei als engen Freund sieht? Gemeinsam hetzt es sich leichter…

  12. Ich möchte mich dem Kommentar von HSchmidt #7 anschliessen. Nur das ich mich nicht schäme oder Ekel empfinde. Ich betrachte die Bild als Teil unserer Demokratie und ignoriere sie. Ich wünsche mir, Sie und Ihr Vater können das auch.

  13. soweit – so schlecht. Sollte es nicht trotzdem einen Teil 2 zu diesem Beitrag geben? Ist tatsächlich nichts faul im Staate Griechenland?

  14. D A N K E !!!Mein Wochenende ist gerettet. Genau solch einen Artikel habe ich gebraucht. Herz, Ehre und Verstand ist durch nichts zu ersetzen. Das sollten sich auch die sogenannten Journalisten/Nutten fragen welche täglich ihre Seele verkaufen und entsprechende Artikel ohne Nachfragen/Recherche verbreiten. Von Gewissen fang ich jetzt vorsichtshalber nicht an. Abartig. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Mensch bleiben 😉

  15. „Bild“ war schon immer ekelhaft. Aber dass sie unter Chefredakteur Diekmann zusätzlich auch immer mehr offenen Nationalismus betreibt (was wohl unter Axel Cäsar noch nicht möglich gewesen wäre, man war schließlich anständiger Konservativer), treibt mir immer wieder das Essen hoch.

    Und vor allem dieses Wechselspiel mit den Pressen in den jeweiligen Ländern. Jetzt geben sich konservative Blätter in Griechenland und Deutschland gegenseitig Vorlagen, auf „die Griechen“ (hier) oder „die Deutschen“ (dort) einzudreschen; entweder weil sie tatsächlich so denken, oder weil sie sich davon Auflage versprechen; und ich weiß nicht, was von beidem ich eigentlich schlimmer finden soll. Und wahrscheinlich ist es den BILDmachern egal, welche Geister sie mit ihrer schwarz-weiß-(roten) Darstellung rufen. Und natürlich lassen die die entsprechenden Parteien hier und dort gleich auf das Spiel ein: die CDU will, das Griechenland Inseln verkauft, die Nea Demokratia die Reparationsfrage neu aufrollen.

    Sonst ist die BILD vor allem geübt im gegenseitigen Aufhetzen mit Muslimen (weil die für BILD eh ein guten Feinbild abliefern) und mit den Briten, weil die dortige Boulevardzeitungslandschaft für jeden Pingpong-Hetzanlass dankbar ist. Und natürlich mit Polen, da besitzt man praktischerweise mit „Fakt“ gleich das dortige intellektuelle Gegenstück zur Bild und kann die Rivalität daher voll kontrolliert auf beiden Seiten hochschreiben, um sich anschließend in den Artikeln hinter „den Polen“ und „den Deutschen“ zu verstecken. Wahrscheinlich ist es das, was Springer-Vorstand Döpfner von gesellschaftlicher Verantwortung spricht. Die Verantwortung der Gesellschaft, sich von solchen Eskapaden ihrer Presselandschaft frei zu machen.

    Die einzige Lösung, die mir einfällt: die BILD links liegen lassen, und der STERN gleich mit. Die Relevanz dieser Blätter ist eine selbstproduzierende Chimäre: sie sind nur solange wichtig, wie wir annehmen, dass sie wichtig sind. Wenn wir Diekmann und Co aber in der rechten Ecke stehen lassen und ignorieren, selbst wenn sie tanzen und brüllen wie ein Rumpelstilzchen, können wir uns wirklich freier fühlen.

  16. @sweetHearter: Ich hatte den Eindruck, der Staat Griechenland ist in der Medienlandschaft durchaus auch schon faul dargestellt worden.

  17. Der Artikel geht zu Herzen und drückt auf seine melancholische Art und Weise die tiefe Traurigkeit aus, die jeder Deutsche empfinden sollte angesichts dessen, was die Springer-Presse (und andere) da veranstaltet.

    Vielen Dank Herr Pantelouris, Sie haben mich ein wenig zu rühren vermocht in einer Thematik, die sonst nirgendwo ein weiches Herz zu dulden scheint.

    Mit freundlichem Gruß
    R L

  18. Alles schön wahr, alles schön beobachtet.

    Leider wird uns das Medium „BILD“ noch einige Jahre erhalten bleiben. Leider werden Mitarbeiter dieses Machwerkes auch bei anderen Medien unterkommen und dort ihr Gift wissendlich und/oder unwissentlich verbreiten.

    Mag die Auflage der „BILD“ auch fallen, sie ist immer noch ein Blatt, dass Meinung macht.

    Und Sex, Hass und Neid machen immer noch nen guten Euro. Einen sehr viel besseren als die Wahrheit oder eine ausgewogene Berichterstattung.

    btw. Frau Merkel hat mal eben 100.000.000.000 Euro in eine 10 Mio. Eigenkapitalbank gepumpt um ein Loch von 640.000.000.000 Euro notdürftig abzudecken. Dafür hat die gute Frau mal eben 80.000.000.000 Euro Nettokrditneuverschuldung des Bundes in Kauf genommen. Nach das macht den Kuchen auch nicht fetter ist er doch inzwischen so bei 3.500.000.000.000 Euro angelangt.

    Hätten die Tinttenkleckser der „Bild“ für jede Lüge, Halbwahrheit, Hetze und jeden Verstoß gegen ihre eigenen Grundsätze auch nur 10 Euro in die Staatsschuldenkasse gelegt, dann hätte Deutschland heute keine Schulden mehr und ein Möglichkeit Fisch zu verpacken weniger.

  19. Danke, dass das endlich mal jemand ausspricht. Kritik ist die eine Seite der Medaille, Hetze gegen ein ganzes Volk ist absolut dreckiges Niveau. Es ist ja nicht so, dass wir in Deutschland keine Probleme haben, aber einige, insbesondere die Bild-Zeitung, treten gerne als Mutter Theresa auf, wenn es denn Auflage bringt. Ich kann mich nicht schämen, da ich zu solcher Berichterstattung keinerlei Bezug habe und es auch leider nicht in meiner Verantwortung liegt diese zu ändern, aber es bestätigt mich wieder einmal, dass ein Teil der Medienkultur sich vom Journalismus abgewandt hat.
    Bleibt nur die, wie Sie mit Ihrem mitnehmenden Blogeintrag, zu unterstützen. Danke.

  20. ach wenn es nur die BLÖD wär … aber spiegel, zeit etc. benehmen sich ja nicht gerade besser. allein bei johann hari habe ich den hinweis auf die möglichkeit einer etwas differenzierteren darstellung gelesen, aber das war es auch schon. ruhig schläft, wer wenig denkt.

  21. Es ist ja nun nicht so, dass nur BILD über Früh-Pensionierungen und Schlendrian in Griechenland berichtet. Ganz ähnliche Geschichten laufen doch auch bei Spiegel TV. Ist es da nicht vielleicht etwas, gelinde gesagt, etwas einseitig, jetzt wieder die Anti-Springer-Keule rauszuholen?

  22. Ich hoffe immer, dass die Beziehungen zwischen den Ländern immer besser wird und die Gesellschaften zusammenwachsen und die Staatsgrenzen, zumindest im Kopf, sich langsam auflösen. Politiker und die Medien schaffen es aber dann immer wieder, die Beziehungen zu zerstören.
    Die Bildzeitung hat schon zu viel zerstört … ich schaue da jetzt auch nicht mehr zu.

  23. Schöner Artikel! genau wegen der Bild-Hetze und anderem Schwachfug, bin ich für Schaffung einer 4. Gewalt im Staate – der Mediative. 5 Euro Verdummungssteuer auf jede Ausgabe der Bild und niemand liests mehr ;).

  24. Danke,
    dass Sie hier aufschreien. Danke, das sie diese Zeitung lesen, die, obwohl ihre Unseriosität (siehe z.B. Bildblog) ja jedem einigermaßen gebildeten Deutschen im Grunde klar sein solltem, die in Deutschland vorherrschende Meinung stets beeinflusst. Gut, das sie ihren Schmerz hier veröffentlichen, um dem entgegenzuwirken. Gut, wie Sie mit den Gefühlen ihrer Leser spielen, die jedoch vermutlich sowieso schon zu denen gehören, die sich über ein Thema in einer Vernünftigen Zeitung informieren.

  25. Die tägliche Absonderung der Bild-Redaktion als „Zeitung“ zu bezeichnen, mag ja noch als Euphemismus durchgehen, aber die kühne These, dass dort Journalisten arbeiten würden, ist des Guten doch zu viel. Schämen müssen sich weder Sie noch das griechische Volk, sondern alle Leser, die die Existenz dieses Schmierenblättchens ermöglichen.

  26. Danke für diesen Artikel!

    Mittlerweile sollte zwar jeder wissen, dass in der BLÖD nur Panik und Unwahrheiten verbreitet werden. Aber leider werden die Stammtischbrüder, denen ein bißchen Bildung wirklich gut tun würde, auch weiterhin nur die BLÖD lesen udn alles für bare Münze nehmen.

    @ Andreas Huut
    Denkbar wäre auch ein Schulfach (und wenn es auch nur ein Jahr unterrichtet wird) mit kompetenten (!) Lehrern, die Medien und ihre gegenseitige Verflechtungen und die daraus resultierenden Schlagzeilen den Kids nähre bringen.

    @all
    Hat die BLÖD eigentlich eine Dependence-Zeitung in Griechenland? Ähnlich wie in Polen die Blick(?) „Axel Springer Polska Sp.z o.o.“ [siehe wikipedia oder http://www.bildblog.de/familie.html%5D
    Dann wäre es ja kein Wunder, die Nationen aufzuwiegeln 🙁 Denn das sieht man ja zB vor jedem Fussballspiel gegen Polen.

  27. Großes Lob Herr Pantelouris! Eine zwar emotional aufgeladene und sehr bewegende, jedoch in den Fakten nüchterne Darstellung des Problems.
    Die Skrupellosigkeit der Bild-Redaktion ist hinlänglich bekannt, Sorgen macht mir, dass diese Methoden hier zu Lande noch immer auf solch fruchtbaren Boden fallen. Wie bereits angedeutet wurde, muss eine stabile demokratische Gesellschaftsordnung auch solche Einflüsse ertragen können, vielmehr ist der Adressat gefragt ein Thema kritisch zu prüfen, ehe er es unhinterfragt als „seine“ Meinung übernimmt! Wenn mir ein musikalisches Zitat gestattet ist: „…und singt der Chor der Blöden…“

  28. Mit diesem brillanten und bewegenden, sachlichen und persönlichen Artikel hat sich dieses Blog, das ich seit einiger Zeit lese, den Titel „aktuelles Lieblingsblog“ verdient. Dieser Artikel müsste zur Pflichtlektüre aller werden, die ihre Klappe so selbstgerecht weit aufreißen. Fremdschämen macht zwar nie Sinn aber es passiert einfach und zeigt, in welches Dilemma einen Zugehörigkeiten zu Berufsgruppen oder Nationalitäten bringen können, wenn man mit dieser Zugehörigkeit nicht gleichzeitig Herz und Hirn abgibt.
    Vielen Dank für diesen Artikel.

  29. Interessant wäre es wenn die Frage der Kriegsentschädigungen tatsächlich nochmal aufgerollt würde. Welchen Bärendienst die BILD dann dem deutschen Staat erwiesen hätte.
    Falls Sie einen weiteren Teil schreiben, könnten Sie ja auch auf diesen Teil der BILD eingehen, der lässt sich dank Zahlen und Fakten (?) im Zweifel sogar widerlegen. 🙂

  30. Die Bild ist nur ein Ausdruck der Dummheit. Lasst uns daran arbeiten unseren Kindern die Fähigkeit zu vermitteln über den Tellerrand hinaus zu blicken.

    ‚Wo nur das ICH zählt bist DU mein FEIND.
    Erst wenn WIR sein können, bist DU mein FREUND.‘

    ==============

    Andererseits: Frag‘ mal einen gewöhnlichen Bild-Leser, ob er das was in der Bild steht, glaubt. (Sofern du ihn in einem intellektuell aktiven Moment erwischt.)

    Obwohl: Das machst es auch nicht besser. Denn die Bild hetzt auf unterstem, nichts desto trotz subtilem Niveau. Da bleibt schnell ein emotionaler Rest übrig. Das macht sie so verwerflich.

    @ Alexander: Auch wenn andere die gleiche unverantwortliche Hetze betrieben, ist das keine Entschuldigung für die Bild. Die Printmedien sehen alle ihre Auflagen schrumpfen, daher versuchen sie jetzt neue Käuferschichten zu erreichen. Da nimmt man auch Bild-Leser.

  31. Darf ich mich anschließen? Mein Brief an deutsche Medien:

    Ich schäme mich und zwar doppelt.

    Ich schäme mich als in Deutschland geborener Grieche für das, was zurzeit in meiner zweiten Heimat los ist. Ich schäme mich dafür, dass in Griechenland Steuerzahlen nur eine Angelegenheit für diejenigen ist, die eh nicht viel haben – weder an Geld noch an Vitamin B. Ich schäme mich in Griechenland jedes Mal dafür, wenn ich an der Kasse nur auf Nachfrage eine Quittung bekommen. Ich schäme mich dafür, dass Griechenland am Rande der Staatspleite steht.

    Als eingebürgerter Deutscher griechischer Herkunft schäme ich mich aber inzwischen mindestens genauso für das Land, in dem ich geboren und aufgewachsen bin. Genauer gesagt, schäme ich mich für die deutschen Medien, für die tägliche Berichterstattung – nennen wir es mal so – in deutschen Zeitungen, im Radio und im Fernsehen. Und ich schäme mich nicht nur, sondern ich entwickle allmählich eine regelrechte Wut, wenn ich morgens nur die Zeitung aufschlage.

    Anfangs, als der griechische Staatsbankrott gerade bekannt geworden war, war die Berichterstattung vor allem von Versuchen geprägt, die Lage zu verstehen. Was ist da los in Griechenland? Wie konnten die sich in so eine Lage manövrieren? Was gilt es nun zu tun? Was vor allem müssen die Griechen tun, um aus der selbstverschuldeten Krise wieder herauszukommen? Zu der Zeit konnte ich den Hohn und Spott von Freunden und Kollegen noch gut vertragen: Hey Grieche, was kostet eine Insel gerade bei Euch? Gibt’s doch jetzt im Sonderangebot! Haha, ganz lustig war das noch – anfangs.

    Aus dieser netten Fopperei ist inzwischen erschreckender Ernst geworden. Deutsche Politiker und Zeitungen fordern unisono Griechenland auf, seine Inseln gegen Bares zu verkaufen. Von den Einnahmen sollen die Schulden abbezahlt werden. Willst Du Kohle, gib mir Korfu, kreischt die Bild-Zeitung heute.

    Und da wundert man sich hier, wenn den Griechen in Griechenland so etwas übel aufstößt? Viele denken bei solchen und ähnlichen deutschen Plünderphantasien: Was ihr im Zweiten Weltkrieg nicht geschafft habt, holt ihr Euch jetzt auf diese Art. Ja, diese Gedanken kommen vielen Griechen unweigerlich in den Sinn, wenn die Deutschen ihnen mal wieder befehlen, wo es lang geht. Wenn die Deutschen vor Überheblichkeit, Besserwisserei und Selbstgerechtigkeit mal wieder aus allen Nähten platzen.

    Tut mir leid, aber für solche Assoziationen habe ich diesmal sogar Verständnis. Zumal die Berichterstattung in den meisten Zeitungen – unabhängig von dem kübelweise ausgeschütteten Hohn und Spott – einseitig und oft sogar schlichtweg falsch ist. Man muss schon suchen, um auch andere Einschätzungen der Lage zu erhalten.

    Ein Beispiel aus einem Proseminar in Politikwissenschaft vor mehreren Jahren: Griechenland ist 1981 in die EG im Rahmen der Süderweiterung gemeinsam mit Spanien und Portugal aufgenommen worden. Ziel war es, die jungen Demokratien politisch zu stabilisieren. Die wirtschaftliche Schwäche der Südländer wurde damals billigend in Kauf genommen.

    Ein Effekt der ökonomisch ungleichen Mitgliedschaft: Griechenland wird bis heute mit Waren aus Deutschland überschwemmt. Das Außenhandelsdefizit gegenüber Deutschland liegt Jahr für Jahr im zweistelligen Milliardenbereich. Deutschland verdient also ganz gut daran, dass Länder wie Griechenland wirtschaftlich schwächer sind und keine Zölle erheben.

    Die Folgen: Viele Betriebe in Griechenland konnten nicht mit den deutschen Unternehmen konkurrieren, sie wurden vom Markt gefegt, Hunderttausende wurden arbeitslos. Als Ausgleich gab es Milliarden aus europäischen Strukturfonds. Das Geld wurde nicht selten veruntreut, ja regelrecht verschwendet. Das ist wahr. Aber ein Großteil wurde in Straßen, Flughäfen und in den Tourismus investiert. Letztlich auch zum Wohl deutscher Urlauber.

    Apropos Urlaub: Ihr Deutschen kommt doch immer so gerne nach Griechenland, Sonne tanken, Souvlaki essen und Sirtaki tanzen. Ich dachte immer, Ihr mögt meine zweite Heimat. Umso weniger verstehe ich, woher auf einmal dieser Zynismus, dieser Hohn und Spott, ja sogar diese Schadenfreude herrühren.

  32. das die bildzeitung ein revolverblatt ist bei dem bestenfalls das datum ungeprüft geglaubt werden kann ist keine neuigkeit und die von ihnen getroffenen aussagen hinsichtlich der sachlichen fehler in der berichterstattung sind sicherlich zutreffend.

    das die griechischen probleme aber nicht primär eine folge der wirtschaftskrise, sondern der endemischen korruption und des in folge von welt- und bürgerkrieg für griechenland geradezu konstitutiven links/rechts klientilismus sind, verschweigen sie geflissentlich.

    wäre ja auch unschön und würde die mär vom unschuldigen opferlamm griechenland trüben.

  33. Als ehemaliger Lehrling in der Druckvorstufe des Axel-Springer Verlags fasse ich die BILD-Zeitung nicht mal mit Spitzen Fingern an. Weder als zum Feierabend frei ausliegendes Mitarbeiterexemplar noch später, zerlesen in der S-Bahn, oder gar, gegen Geld am Kiosk. Und das ist ganz einfach. Bei mir funktioniert das schon seit über 30 Jahren.
    Wenn doch mehr diesen Dreck einfach ignorieren würden – auch den Sportteil, übrigens.

  34. „Heute liest er offene Briefe in der Bild-Zeitung, im Stern und wo nicht noch alles, in denen Journalisten Deutschland zur reichen Tante fantasieren, die jetzt aber streng mit ihrem frechen Neffen sein muss, weil der so unverantwortlich mit ihrem Geld herumwirft.“

    Herzlichen Dank allein für diesen Satz, der eben leider Gottes nicht nur die „Meinung“ (wollen wir die Äußerungen trotz des Fehlens jeglicher Reflexion und Hintergrundrecherche, ohne Überprüfung und Nachhaken, ohne Anwendung emotionaler oder kognitiver Intelligenz einmal so nennen) der BILD oder des Stern widerspiegelt. Immer wieder grummelte mein Magen, wenn erst unser unsägliche Außenminister wiederholt davon sprach, Griechenland müsse „seine Hausaufgaben machen“ und unsere Kanzlerin das dann in einem Interview übernahm. Diese edukative Arroganz von Menschen, die einer guten Schulbildung zwar auf der CeBIT nachforschen, aber konkret lieber über die Mehrwertsteuer für Hoteliers diskutieren, ist unerträglich.

  35. Bild hin und Bild her, es stimmt also nicht, daß sich die Griechen den Euro durch Betrug erschlichen haben? Es ist aber auch richtig, daß EU und die deutschen Verantwortlichen das nicht bemerkten. Es geht also nicht an, nur den Betrüger an den Pranger zu stellen, es gehört noch mehr dazu die Versager zu nennen, die das nicht merkten. Wenn Frieda ihre Busenfreundin mal an diesen medialen Pranger stellen würde, das wäre mal was. Ich würde dann sogar die Bildzeitung kaufen. Ansonsten liefert auch dieser Blog-Beitrag nur mal wieder die politisch korrekte Langweile: „Mein Opa war Nazi, mein Papa anständig (weil Grieche) und erhielt sogar das Bundesverdienstkreuz und ich schäme mich natürlich als Deutscher.“ Mein Gott Walter, wie jämmerlich?

  36. Lieber Michalis Pantelouris,

    ich kann Ihnen und Ihrem Vater versichern: das was BILD druckt gibt – meiner Meinung nach – nicht die Meinung der bundesdeutschen Bevölkerung wieder.

    Vielen Dank für Ihren Artikel! Gern mehr davon!

  37. Herzlichen Dank für diesen in jeder Hinsicht tollen Artikel. Wirklich schlimm ist aber, dass dieses Zentralorgan der Intelligenz-Amöben so viele Deutsche täglich kaufen und mindestens nochmal so viele lesen. Auch wenn ich das Gut der Presse- und Meinungsfreiheit für eines der Wichtigsten unserer Gesellschaft halte.

  38. Es geht nicht um die berechtigte Kritik am Finanzgebaren der in Griechenland Verantwortlichen. Es geht um die täglichen widerwärtigen Absonderungen dieses Zentralorgans der Intelligenz-Amöben. Und besonders beschämend ist, wie viele Deutsch diesen Müll täglich kaufen und mindestens nochmal so viel die ihn lesen.

  39. Nachtrag, damit keine Mißverständnisse aufkommen, ich mag die Griechen. Sie sind uns sehr nah. Und auch mein Vater war als 18 Jähriger in Griechenland und bekam dort den „Heimatschuß“, dazu handelte er sich eine schwere Malaria ein (das gab es noch dort im 2. Weltkrieg). Er schwärmt noch heute im hohen Alter von Griechenland und seinen Menschen.

  40. Naja, mal ehrlich: Wer in aller Welt erwartet den allen Ernstes von der Bild Sowas wie Journalismus?

    Es gibt einen recht gut definierbaren personenkreis, der ursächlich verantwortlich ist für die Wirtschaftskrise. Aber es liegt natürlich nicht im Interesse dieser leistungsträger, erkannt zu werden. Deshalb wird schnell davon abgelenkt, was sich diese Leistungsträger da geleistet haben und schon wieder leisten. Und am Einfachsten geht das, wenn man mit dem Finger auf Andere zeigt und behauptet, „die da“ wären schuld. Und man findet immer „die da“. Seien es nun Hartz4 Empfänger, Muslime, Polen oder eben jetzt Griechen. Hauptsache „die da“, um nur ja Etwas zu haben, womit man den Blick auf die Schuldigen verstellen kann.

    Bild – Die Zeitung der Leistungsträger gegen die Opfer. Damit wir uns die Leistungsträger möglichst lange leisten.

    Und wenn uns dann die nächste Leistungsträgerverursachte Krise beutelt, dann wird Bild uns schon zeigen, wer die Schuldigen sind: Die Hatzt4 Empfänger, weil sie derartig faul waren, dass sie deswegen ihren Job verloren haben. Die Eltern, weil sie die Kinder nur in die Welt setzen, um vom Kindergeld ohne einen Finger zu krümmen im Luxus leben wollen. Die Arbeiter, weil sie so unverschämt sind, zu glauben, dass sie von ihrem Gehalt auch noch leben können sollten. Schon mal was von Wettbewerbsfähigkeit gehört? Und wenn all das nicht mehr reicht, dann werden eben ein paar Ausländer rangekarrt und als Schuldige an den Pranger gestellt. Das hat Methode. Und das geht schon lange so.

  41. Ich persönlich halte die Aufregung über BILD grundsätzlich für überflüssig, immerhin reden wir hier über ein dümmliches Schmutzblatt mit seinem kleinen Leserkreis loyaler Perverser.
    Die Reichweiten, die die BILD hat, basieren doch vor allem auf der Aufregung über BILD (oder in einer Art ironischen Diskurs a la „Ich lese die BILD, um drüber zu lachen“); kaum jemand nimmt die (hoffentlich) ernst.
    Würde ich den BILDblog nicht lesen, wüsste ich gar nicht, was diese Schmutzfinken so schreiben, könnte mir allenfalls vorstellen, was Deutschlands degenerierte Stammtische sich derzeit über Griechenland zusammenreimen.

    Ich verstehe, dass sie sich gekränkt fühlen, dass sie sich gar schämen, aber das sind die einfach nicht wert. Wenn man anfängt sich über die BILD aufzuregen, wird man nie wieder Zeit für irgendetwas anderes haben…

  42. @Alfons Huber:
    Ich finde, man darf zwei Dinge nicht vermischen. Zum einen gibt es das, was in Griechenland schiefgelaufen ist und nebenbei bemerkt so manches, was hierzulande auch nicht zum Vorbild für andere taugt (Mehrwertsteuer für Hoteliers, Kölner U-Bahn).
    Und zum anderen das, was „Bild“ und selbstgefällige Politiker daraus machen. Das ist keine (berechtigte und notwendige) Kritik an Mißständen, das ist einfach nur unsachliche und scheinheilige Stimmungsmache.

    Und als weiteren Punkt:
    Wieso muß ich gerade an Klinsmann denken?

  43. Diese Art der Bild und anderer aufmerksamkeitserheischender und geldgieriger (Boulevard-)Presse ist immer wieder beschämend und teilweise auch gefährlich. Dieses Beispiel zeigt dies wieder mal zu deutlich. Der Auftrag, die Bevölkerung sachlich, vorurteilsfrei und möglichst Korrekt zu informieren, wird aufs schändlichste ausgenutzt, um die unbedarfte Leserschaft, die oft nur wenig eigenen Antrieb hat sich anderweitig zu informieren, mit seinen eigenen hetzerischen und Ansichten zu überzeugen und so viel Geld wie möglich daraus zu schlagen.

    Ich schäme mich dafür, dass solch unseriöse Medien so viel Macht über uns haben, nicht nur hier zu Lande. Ich schäme mich dafür, dass ich selbst nicht immer ausreichend informiert bin, um den Schwindel hinter vielen dieser Artikel zu erkennen. Obwohl ich erst Anfang/Mitte 20 bin, habe ich das Vertrauen in den Journalismus und viele informierende Medien größtenteils (wahrscheinlich unwiederruflich) verloren.

  44. eine frage des wollens, richtig. bild dir deine meinung hat eine leerstelle, es suggeriert man könne sich seine meinung bilden, wenn man dieses blatt liest. aber bild bildet keine meinung ab, bild MACHT dir deine meinung.

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