Griechen und die Bild-Zeitung

Es sind ein paar hundert Meter Luftlinie vom Axel-Springer-Platz in Berlin bis zur griechischen Botschaft in der Jägerstraße. Wenn man also bei der Bild-Zeitung arbeiten würde und die Aufgabe hätte, die Finanzkrise in Griechenland zu beschreiben, dann könnte man – wenn man denn verschiedene Meinungen zu den Hintergründen einholen wollte – zu Fuß hingehen. Aber man müsste nicht einmal das tun, man könnte auch anrufen. Die Botschaft hat ein Pressebüro, und der Bild-Reporter könnte sich durchstellen lassen zu dem Leiter dieses Büros. Das dauert ein paar Sekunden. Und könnte schon ein paar Dinge ins Wanken bringen, die in der Bild-Zeitung in den letzten Tagen behauptet wurden.
Der Leiter des Pressebüros der griechischen Botschaft in Berlin ist 1945 geboren, wenn es also stimmen würde, was in der Bild-Zeitung steht, dass nämlich griechische Beamte spätestens mit Mitte fünfzig in Rente gehen, dann dürfte er da gar nicht sitzen. Er würde dann seit mehr als zehn Jahren seine Rente genießen, die ja nach den Recherchen der Bild-Zeitung fast 100 Prozent seines Gehaltes ausmacht – wobei in der Bild nicht steht, dass es sich dabei nur um das Grundgehalt handelt, während das, was sie tatsächlich überwiesen bekommen, in weiten Teilen Zuschläge sind. Die Diplomaten an der Botschaft werden in Wahrheit bestenfalls 15 oder 20 Prozent ihres Gehaltes als Rente bekommen, wenn überhaupt. So wie alle diese griechischen Beamten, von denen die Bild-Zeitung und andere gerade behaupten, sie wären es, die ein winzig kleines Land am Rande Europas nah an den Ruin getrieben haben, und nicht die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten.
Wenigstens einen Dienstwagen wird man beim Presserat der Botschaft dann aber doch wenigstens vermuten dürfen, wo doch Griechenlands Beamte und Politiker angeblich die unglaubliche Zahl von 50.000 Autos unterhalten, die in der Bild immer im Zusammenhang mit den 300 Parlamentariern genannt werden, so als würde jeder von ihnen hunderte unterhalten. Aber nicht einmal das könnte man bei seinem Rechercheanruf bestätigen, denn der Leiter des Büros – der erste Ansprechpartner, den man am Telefon hätte, wenn man der Gegenseite auch nur die Chance einräumen wollte, etwas zu sagen – fährt nur seinen eigenen Kleinwagen. Einen aus deutscher Produktion.
So geht es weiter mit jedem Fakt, der da in die Welt geblasen wird, als neu oder sensationell verkauft, als Grund für die Misere. Es wird das Bild gemalt von einer Nation, die in fauler Gier anstatt zu arbeiten lieber die EU ausgenommen hat und jetzt überversorgt und fett am Strand liegt, während in Deutschland hart gearbeitet wird, um ihnen das Geld hinterher zu werfen. Natürlich braucht man keinen Nobelpreis, um zu erkennen, dass es so nicht stimmt. Man braucht gerade mal ein Gehirn.
Ich bin der Sohn eines Griechen, der während der Militärdiktatur nach Deutschland emigriert ist, und nach dem Ende der Junta in den griechischen Staatsdienst gegangen ist, weil er gelernt hat, dass Demokratie etwas ist, das man sich jeden Tag erarbeiten muss. Und ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Menschen getroffen, der auch nur annähernd so viel arbeitet wie mein Vater. Heute liest er offene Briefe in der Bild-Zeitung, im Stern und wo nicht noch alles, in denen Journalisten Deutschland zur reichen Tante fantasieren, die jetzt aber streng mit ihrem frechen Neffen sein muss, weil der so unverantwortlich mit ihrem Geld herumwirft. Ich bin selbst Journalist und ich schäme mich, wenn ich daran denke, dass mein Vater das liest.
Aber den schlimmsten Moment hatte ich in den letzten Tagen, als ich in der Bild einen perfiden Artikel über die Frage gelesen habe: „Schuldet Deutschland Griechenland noch Reparationszahlungen aus dem Krieg?“ – und natürlich zu dem Schluss kam, das wäre vertraglich alles längst geregelt. Plötzlich waren da Fakten wichtig und Zahlen. Aber hier ist noch ein Fakt, eine Tatsache, eine von mir, also einem Europäer mit einem Griechen als Vater und einer Deutschen als Mutter, einem deutschen Großvater mit einer dreistelligen NSDAP-Mitgliedsnummer und einem griechischen, der von der Gestapo im besetzten Griechenland gefoltert wurde, weil seine ältesten Söhne im Widerstand waren. Sie haben beide Tagebuch geführt. Die von meinem deutschen Opa liegen hier neben mir, gemeinsam mit seinem Ritterkreuz: Eine weinerliche Reihe von Rechtfertigungen und eine sehr genaue Buchführung über seine Ausgaben zu der Zeit. Das Tagebuch meines anderen Großvaters kenne ich nur in Auszügen: In einem großen Vater-Sohn-Moment hat mir mein Vater einmal daraus vorgelesen. Von den Misshandlungen, die er – ganz Intellektueller, der er war – ungeheuer sachlich und distanziert beschreibt.
Natürlich hat mein griechischer Großvater nie Reparation verlangt für das, was man ihm angetan hat. Es ist nie jemand dafür zur Rechenschaft gezogen worden, und er hegte offensichtlich trotzdem keinen Groll: Er schickte meinen Vater auf die Deutsche Schule in Athen. Weil es eine gute Schule war. Und weil die deutsche Kultur für ihn tiefer ging als das, was er selbst erleben musste.
Ich kann die Verachtung nicht in Worte fassen, die ich für die Kollegen mit ihren offenen Briefen empfinde, die sich ohne jede Recherche einen demütigenden Witz nach dem anderen aus den Fingern gesaugt haben, die sehenden Auges Vorurteile bis hin zum rassistischen Hass geschürt haben und die dabei nichts erreicht haben als den Zockern in den entsprechenden Investmentbanken noch ein bisschen in die Hände zu spielen.
Es ist kein Geheimnis: Mein Vater leitet das Pressebüro der griechischen Botschaft in Berlin. Ich nehme an, es ist sein letzter Posten bevor er mit 67 oder 68 endlich in Rente gehen kann.
Er hat nie und würde nie etwas Schlechtes über einen Journalisten sagen, nicht einmal mir, nicht einmal privat. Er sieht das nicht als seine Aufgabe. Stattdessen arbeitet er dafür, dass die Öffentlichkeit des Landes, in dem er gerade Dienst tut, auch die griechische Seite hört. Und ich war lange unendlich stolz darauf, dass in meiner Familie innerhalb einer Generation auf den Nazi-Opa mein Vater folgt, der das Bundesverdienstkreuz für besondere Verdienste um die deutsch-griechischen Beziehungen verliehen bekommen hat.

Aber ich bin auch Deutscher und Journalist. Und ich schäme mich. Weil ich weiß, wie einfach es gewesen wäre, ein einziges Mal anzurufen.

151 Antworten auf „Griechen und die Bild-Zeitung“

  1. Ich erfahre dass Du sehr böse auf uns bist. Du bist selbstverständlich nicht der einzige. Wenn das Bild das Deine Presse und Dein Fernsehen in die Welt sendet real ist, dann müsstest Du uns ja richtig hassen. Oder mindestens tief verachten. Ich kann mir denken wie dieses Bild für uns, ja für die ganze griechische Bevölkerung, entstanden ist. Von dem Moment an, wo das weltweite Getöse für die „Greek Statistics“ herausgekommen ist und wir plötzlich in die „Betrüger Europas“ uns verwandelt haben, verewigen die Reporter Deines Landes mit Kameras und Photoapparaten die Beweise des Verbrechens: Yachten in den Marinen, Nachtlokale mit Neugriechen in absoluter High-Stimmung, volle Cafes in den Vormittagsstunden, Luxusgebäude und Luxusautos in unseren teuren Vororten. Denn außer Betrüger sind wir auch Faulenzer des reichen Europas geworden.

    Einige Pressemeldungen Deines Landes, außer dieser irreführenden Bilder, die total ignorieren dass jeder vierte Bürger meines Landes unter der Europäischen Grenze von Armut lebt, fügen als „Gewürz“ noch einige grobe Lügen über hohe Gehälter der Beamten, sehr hohe Renten, oder großzügiger Arbeitslosengelder, zu. Nichts von dem entspricht der Wahrheit. Wie Du sehr leicht aus den offiziellen Daten der EU feststellen kannst, das mittlere pro Kopf Einkommen in meinem Land ist in etwa die Hälfte des Deines. Dasselbe gilt auch für mittlere Gehälter und Renten. Wir sind das vorletzte Land der Eurozone in Gehältern und Renten, und die Arbeitslosengelder, für die wenige die sie erhalten, reichen den kolossalen Betrag von 450 €! Das letzte kannst Du eventuell verstehen, da in den letzten 5 Jahren auch in Deutschland die Reform Hartz 4 durchgeführt wird, wo auch die Arbeitslosengelder Deines Landes ausgeglichen werden. Aber für dieses sind nicht die faulen Griechen schuldig.
    Genau sowenig sind sie schuld daran sind, dass die politischen und unternehmerischen Führer Deines Landes seit 20 Jahren eine Unterdrückung Euer Gehälter bewirkt hat, das diese Vorteile und Überschüsse sicherstellten. Vorteile nicht für Dich sondern für die Oligarchie des Reichtums. Hast Du gehört dass für die Drohung eines Bankrots Griechenlands und eventuell anderer EU Staaten, die Hartnäckigkeit der Elite Deines Landes ist die Löhne in Deinem Land zu unterdrücken? Denn, wenn wir schon die gleiche Währung haben, sollten wir eigentlich keine antagonistische Finanzpolitik haben. Und wenn wir annehmen dass wir das Problem sind, da wir über unsere Verhältnisse lebten, Ihr seid auch ein Problem des Euros geworden, weil Eure Politiker durchsetzten unterhalb Eurer Möglichkeiten zu leben. Beide Seiten der Münze sind schlecht, da sowohl wir als auch Ihr ärmer geworden seid. Wir in einem überschuldeten, Ihr in einem reichen Land.

    Von dem was ich verstanden habe, Ihr werdet explodieren allein mit den Gedanken dass Ihr Land etwas für die Rettung Griechenlands machen würde. Ich kann Euch verstehen. Ich würde auch wissen wollen wohin mein Geld als Steuerzahler geht. Und ich weiß dass mein Geld für die Zahlung der Zinsen unserer unheimlichen Schulden geht. Einerseits zahlen wir die Erpressung unserer Verleiher (Spekulanten) und die undenkbare Unfähigkeit unserer Politiker und Finanzminister, anstatt einer grundlegenden Vision für die Organisierung des Landes zu dienen, Ihre eigene Tasche, Ihre Eitelkeit und Ihre Wahnvorstellungen dienten. Die andere Seite sind unsere Freunde in der EU. Vielen von Ihnen ist die Geldgier der griechischen Elite sehr entgegengekommen. Es wird gesagt dass unser Land ein Königreich der Korruption ist. Zu einer Korruption gehören jedoch zwei; der Zahlungsgeber und der Zahlungsnehmer. Und im letzten Skandal dass das politische System unseres Landes noch beschäftigt, die
    Zahlungsnehmer waren zwar griechische Politiker, aber der Zahlungsgeber war eine deutsche Firma, Siemens, die schwarzen Kassen derer Du, der einfache Deutsche, ohne Deinen Willen bezahlst. Aber wie hat eigentlich Deine Regierung Siemens dafür bestraft?

    Auch wenn man auf das Thema des unheimlichen griechischen Schuldberges zurückkommt, findest Du es nicht merkwürdig dass den größten Anteil dieser Schulden Banken Deines Landes kauften, dieselben wo Du Deine Ersparnisse getraut hast für die Du verständlicherweise beunruhigt bist? War es vielleicht nicht eine gewinnerträgliche Aktivität für die deutsche (und nicht nur für diese) Banken Griechenland immer tiefer in das Defizit zu sinken, damit sie billig an griechische Schuldscheine zu kommen? Die Tatsache, dass diese Banken, die mit amerikanischen Bankinstituten mit denen sie heute eventuell auf antagonistische Seiten stehen, eine halbe Trillion Euros an die Schulden der problematischen Länder der Eurozone investiert haben, befreit sie nicht von der Beschuldung die ärmeren Länder der Eurozone ausraubend ausgenützt zu haben.

    Lieber Hans, lieber Peter, liebe Ulla, liebe Hanna

    Ich werde Euch jetzt über den Mythos erzählen der Euch argwöhnisch ja sogar feindlich gegenüber der griechischen Gesellschaft gemacht hat.

    Die schlauen deutschen Politiker schmeicheln Deiner natürlichen Reaktion für den Fall dass Du «für die griechische Krise» zahlen musst, in dem sie Dir sagen dass Dein Land sowieso viel über EU Zuschüsse an Griechenland bezahlt hat, wo viel davon (und das ist richtig) nicht ausgenützt worden ist. Es ist richtig dass mein Land über die EU 46 Milliarden € während der letzten 30 Jahren bekommen hat. Es käme jedoch einem Skandal gleich wenn diese Gelder keine Gegenleistung bringen würden. Mein Land hat mehr gegeben als bekommen hat. Wenn man nur das griechisch–deutsche Handelsbilanzdefizit anschaut, stellt man leicht fest dass dieses doppelt so hoch ist im Vergleich zu den 46 Milliarden € die man von der gesamten EU bekommen hat, ganz zu schweigen von den Handelsbilanzdefiziten mit den anderen Länder der EU. Was das bedeutet? Alles Geld das von der EU an Griechenland als Unterstützung kam, wurde an die EU Partner mit mehrfachen Vorteilen wieder zurückbezahlt.
    Deutschland hat das meiste davon bekommen. Ganz einfach weil Dein Land Produktionsüberschüsse hat die einfach Kunden brauchen damit Ihr finanziell in der Führungsspitze Europas bleibt. Das geschah mit uns. Wir sind ein Super Market Deutscher Produkte geworden. Flugzeuge, Helikopter, Panzer, U-Boote, Elektroherde, Kühlmaschinen, Waschmaschinen, etc Wir sind gute Kunden von Euch, sowohl als staatliche Institution, als auch als einzelne Haushälter. Das bedeutet Ihr habt Eure Arbeit in den Fabriken und normalerweise solltet Ihr niedrigere Arbeitslosigkeit haben und höhere Löhne bekommen. Wenn das nicht geschieht, wir sind nicht schuld daran. Ihr solltet Euere Arbeitgeber fragen die Ihre „Firmen“ mit zahlreichen Entlassungen und Unterdrückung Euer Gehälter sanieren, damit sie Ihre Gewinne in die Höhe treiben können.

  2. Wir haben nicht zu klagen. Ihr seid auch gute Kunden von uns, nur dass unsere Produkte viel billiger sind. Man kann in keinem Fall einen griechischen Joghurt mit einem deutschen U-Boot vergleichen. In Bezug auf „unsere schwere Industrie“ den Tourismus, ich weiß dass jedes Jahr ca. 2 Millionen Deutsche während des Sommers unser Land besuchen. Ihr wisst jedoch nicht warum zwei Wochen Urlaub in Griechenland für einen Deutschen etwa die Hälfte kosten im Vergleich zu dem was ein Grieche zahlen muss .

    Lieber Deutscher Bürger

    Wir sind in einer kritischen Lage. Wir sind in Gefahr uns in einem gefährlichen Nationalismus einzuschleusen von dem keiner Vorteile haben wird. Dieser „Krieg“ der zurzeit angefangen hat ist nicht unser Krieg. Im Namen des vereinigten Europa, das nie einheitlich war, werden weltweit Spiele der Habgier und Herrschaft gespielt die uns nicht beschäftigen sollten. Du und viel mehr Deine Eltern und Großeltern wissen wie im 20sten Jahrhundert diese schweren Krisen bewältigt wurden. Mit Krieg. Mit unglaublichen Untergang. Ich sage das nicht um Dir an die Wunde zu kratzen und die Verantwortung Deines Landes für die zwei Weltkriege zu erinnern. Aber das ist eine Realität. Genauso Realität ist dass mein Land, vielleicht als einziges, nie für das was ihm im zweiten Weltkrieg angetan wurde, eine Entschädigung bekam. Im Gegenteil mein Land wurde sogar bestraft. Mit einem Bürgerkrieg, eine lange Periode von autoritären Regimes und fremder Einmischung, politische Verfolgungen,
    Flüchtlingtum, Emigration, eine Diktatur, eine nationale Tragödie auf Zypern. In all dies gab es eine beweisbare Toleranz, wenn nicht Mitschuld unserer Partner oder Freunde.

    Ich weiß nicht, ob wir unter diesen Umständen bessere Politiker haben könnten wie diese die uns am Rande einer Tragödie gebracht haben.

    Also lieber Hans, liebe Hanna

    Ich wollte Euch nur sagen dass sowohl ich als auch Ihr Opfer desselben Betrugs geworden seid, desselben Mythos der uns ein vereinigtes Europa der Solidarität und Wohlstands versprochen hat, einer Ökonomie mit gleichen Möglichkeiten für alle, einer Familie der Nationen und der Gesellschaften die uns nach oben treiben würde. Wir leben genau das Gegenteil.

    Mit Vorwand die Vereinigung früher, die Finanzkrise letztes Jahr, die Krise der Schulden heute (andere Länder der EU befinden sich in einer ähnlichen Finanzkrise) wir sehen den Abriss von Rechten und Erworbenem für die einst der Deutsche sehr stolz war und der Grieche vielleicht erreichen wollte. Warum beobachten wir einfach diesen Untergang anstatt zu versuchen ihn zu vermeiden? In diesem Ziel sollten wir zusammen sein. Die Gegensätze und den Antagonismus der Elite der an Kannibalismus erinnert, sollten wir nicht zu unserem Krieg machen.

    Diese wenige Worte lieber Peter, liebe Ulla

    Und Du bist immer willkommen in Griechenland um die einzigen Sachen die wir im Überschuss haben zu genießen: Sonne, Meer, Kultur.

    Ich glaube nicht dass das Bild eines ärmeren Griechenlands Dich beeinflussen wird. Denn in der Zwischenzeit sind wir, wie ich in einer bittersüßen Parole während des letzten Streiks gelesen habe, vom „live your myth in Greece“ zum „live your misery in Greece“ übergegangen. „

  3. @Liliana

    Ich befürchte,ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt.Was ich damit meine,wenn ich sage das im griechischen Restaurant auch nix zu finden ist,ist das „Die Griechen“ genauso beraubt wurden wie „Die Deutschen“.Denn eigentlich sind wir „Die Menschen“.Leider wird alles daran gesetzt,uns anderes glauben zu lassen.Peace.

    P.S. Danke Stella,sehr lesenswert

  4. Endlich! Norbert Lammert hat sich in einem Brief an seinen griechischen Kollegen für hochmütige Kommentare deutscher Politiker und hämische Kommetaren in deutschen Medien entschuldigt.
    „Aber wen meint er da bloß?“ , kommentiert BILD das heute und schreibt von einer „mwerkwürdigen Entschuldigung“. Ich möchte an dieser Stelle Herrn Lammert für diesen Brief vielmals danken! Er zeigt, dass es in Deutschland noch eine hohe politische Institution gibt, die BILD zumindest moralisch die Grenzen zeigt! Mögen diesen Bruef viele Griechen lesen und erkennen, dass die Deutschen nicht so sind, wie BILD den Anschein erweckt!

  5. #15: „soweit – so schlecht. Sollte es nicht trotzdem einen Teil 2 zu diesem Beitrag geben? Ist tatsächlich nichts faul im Staate Griechenland?“ – aber geht es hier um Griechenland? Nein, es geht um Deutschland, um eine deutsche ZEITUNG (denn seitdem Böll diese Schreibweise benutzte hat sich nichts geändert) mit deutschen Lesern und in Deutschland arbeitenden „Journalisten“.
    Den dazu gehörenden zweiten Teil, die andere Sicht, hat es schon gegeben. Herausgegeben von Dieckmanns Truppe. Ein Verbrechen gegen die journalistische Informationspflicht der Bürger.

    Ich bedauere, dass die Auflage der BLÖD nicht schneller sinkt. Es ist mein Land, in dem so ein Blatt Käufer findet. Das einzig Positive: Das Blatt hat schon vor 30 Jahren das Wort „Zeitung“ aus dem Logo gestrichen. Aber das reicht nun wirklich nicht als Rechtfertigung.

  6. Und der Umstand, dass in der online-Umfrage von bild.de bereits jetzt (9 Uhr) 68 % der Leser den Brief des Bundestagspräsident ablehnen, zeigt, dass BILD tatsächlich Volksverhetzung betreibt!

  7. Auch hier finden sich wieder einige Kommentare, die besagen, es sei ja allg. bekannt, dass die Bild-Zeitung hetzt und niemand nehme das wirklich ernst und man könne und solle das einfach ignorieren. Aber die folgende Liste von Personen macht einen doch sehr nachdenklich, ob dies stimmt. Alle diese Personen haben in den letzten Monaten für die Bild-Zeitung Werbung gemacht.
    Alice Schwarzer, Richard von Weizsäcker, Johannes B. Kerner, Sido, Bill Kaulitz, Thomas Gottschalk, Udo Lindenberg, Til Schweiger, Gregor Gysi, Barbara Schöneberger, Nazan Eckes, Hans-Dietrich Genscher, Dr. Jürgen Grossmann, Regina Halmich, Johannes Heesters, Wolfgang Joop, Lady Bitch Ray, Hubert Burda, Veronica Ferres, Philipp Lahm, Jonathan Meese, Dieter Zetsche, Sarah Connor, Katja Saalfrank, Matthias Steiner, Fabian Hambüchen, Frank Elstner, Katarina Witt, Carmen Nebel, Stefan Kretzschmar.
    Die sind ja nicht alle dumm. Aber für ein bisschen Öffentlichkeit auf Plakatwänden sind sie bereit, sich für dieses Blatt auszusprechen.

  8. Nach der bösartigen Hetze einiger Medien wächst in mir der Drang, zum griechischen Restaurant meines Vertrauens zu fahren, dem Wirt mitleidvoll auf die Schulter zu klopfen und mich für diese takt- und geistlose Hetze auf Stammtisch-Niveau zu entschuldigen.
    Einerseits finde ich, dass in einem demokratischen Land JEDE Meinung respektiert werden sollte. Andererseits finde ich es geradezu unverschämt, wenn die BILD – als Europas größtes Boulevard-Blatt – seine Meinung als UNSERE Meinung deklariert indem es immer wieder von WIR und UNSER spricht (z.B.: „IHR BEKOMMT UNSER GELD NICHT“). Zu häufig wird eine solche Anmaßung von den Betroffenden als persönliche Geißelung des deutschen Volkes missverstanden. Tatsächlich stehen die Medien mit dieser Meinung in Deutschland allerdings sehr isoliert da.

  9. Welch bittere Ironie, dass einer unfähigen, egoistischen und feigen politischen Klasse, die dem Treiben von BILD seit Jahrzehnten nichts entgegensetzt, eine ebenso unfähige, egoistische und feige Bevölkerung gegenübersteht.

  10. 100% Zustimmung!
    Diese „Journalisten“ gehören alle wegen Volksverhetzung vor Gericht. Aber das merken wir Deutschen wohl erst, wenn mal wieder Bomben auf unsere Städte fallen.
    Vorher ist man sich hier einfach zu bequem nachzudenken.
    *sigh

  11. Ausgezeichneter Artikel, angenehm sachlich und doch mit Ausblick auf eine emotionale Herangehensweise.

  12. Warum heist die Bild Bild – weil alle die, die diese Zeitung kaufen nur Bilder verstehen, sprich nicht lesen können. Leute die ihr Gehirn nicht zum denken benutzen. Über soviel Mist kann man sich nur aufregen – ich habe die bild noch nie gekauft und werde es auch nicht.

  13. Ich empfehle dazu auch den Artikel „Schweinische Geschichten“ aus der aktuellen Ausgabe der ‚konkret‘. Rückt einiges gerade, was die Mainstreampresse gerade so vom Stapel lässt.

  14. nach lesen dieses artikel: gänsehaut, ein kalter schauer über den rücken und ein gefühl von machtlosigkeit und traurigkeit.
    super artikel…was soll man sagen

  15. sehr guter artikel,

    ABER…
    [quote]
    So wie alle diese griechischen Beamten, von denen die Bild-Zeitung und andere gerade behaupten, sie wären es, die ein winzig kleines Land am Rande Europas nah an den Ruin getrieben haben, und nicht die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten.
    [/quote]

    es war wohl weniger die wirtschaftskrise, die die helenen in den ruin treibt, sondern viel mehr die erwiesene misswirtschsaft 😉

    das ändert aber nix an der qualität des artikels

    lg
    mueschl

  16. Ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen und weiß nicht, ob es eine Wiederholung ist, aber: Für die „Bild“ müssen sich höchstens die schämen, die dort arbeiten.

    Vielen Dank für Ihren Text.

  17. Hallo,

    noch erschütterter bin ich über die Sendung Beckmann, war es glaube ich, über Griechenland in der Krise. Sie haben eine geschmacklose Satire gemacht und die dunkelhaarigen dunkelbärtigen Ouzo trinkenden und feiernden Griechen dargestellt, die jetzt dem EURO zu gefährlich werden. Ich habe die Sendung nicht weiter gesehen.
    Es ist mir aufgefallen, dass Griechen einen ähnlichen Schicksal haben wie wir Türken, sie werden auch die anderen sein, die nicht hierher passen ,.. und über die man sich lustig machen kann, die an allem selber schuld sind,….

  18. Sehr guter Artikel. Das Dumme ist ja, es geht nicht nur um „Bild“. Wenn ich mich über die aufrege, sagt meine Frau: „Was liest Du die überhaupt. Du weißt doch, dass sie so sind.“ Ärgerlicher sind „Stern“ oder „Focus“. Die nimmt man ja noch etwas ernster. Aber momentan werde ich den Eindruck nicht los, dass führende Verlage glauben, endlich mal jemanden gefunden zu haben, den man ohne lästige Recherchen in Grund und Boden polemisieren darf. Journalistische Ausgewogenheit, Fairness braucht man ja schon für so viele andere Themen. Dabei kommt dann ein Wettkampf um das billigste Ressentiment heraus, voll oberlehrerhafter Besserwisserei, Anmaßung und voneinander abgeschriebener Vorurteile. Man fragt sich, was das etwas reflektierte Publikum denkt – typisch deutsch oder typisch Journalist?

  19. Ist Ihnen folgendes Sprichwort bekannt?

    „Wer den Schaden hat (Pers. Anm.: und den hat Griechenland offensichtlich wohl), braucht fuer den Spott nicht zu sorgen?“

    Warum belassen Sie es nicht dabei und geniessen lieber Ihre Freizeit anstatt solche Texte zu verfassen?

  20. Es war nicht anders zu erwarten: Springers WELT erteilt dem Brief Lammerts an seinen griechischen Kolkegen die „Note 4“ und begründet das so:
    „Aber die Presse ist vom Staat unabhängig. Lammert kann Berichte bedauern, dafür entschuldigen sollte er sich nicht.“
    Da kann ich nur sagen: Ja Herr Döpfert, aber nur dann, wenn die Presse die Menschwnürde achtet und nicht fleichsam faschistische Hetze betreibt! Setzen Düpfner 5 !!!

  21. Viel schlimmer als die dümmlichen BILD-Artikel schlagen mir die Kommentare der Leser von Bild.de auf den Magen – dass die Zeitung jeglicher Qualität entbehrt, hetzerisch und neurotisch ist, weiß bzw. wusste man ja schon immer. Dass sie damit aber bei ihrer Leserschaft noch große Zustimmung einfährt, verdeutlicht die Situation unserer Gesellschaft. Rechtsruck lässt grüßen…

  22. Ich danke für diesen hervorragend geschriebenen, äußerst sachlichen und doch, auf Grund der subjektiven Schilderungen, emotionalen Artikel. Auch mir stießen die Hetzartikel der BILD-Zeitung bezüglich Griechenland übel auf und ich bin der festen Überzeugung, dass man gar nicht genug gegen das anschreiben kann, was sich eine so genannte „Redaktion“ des Springer-Verlags ausdenkt, um ein ganzes Land so negativ als möglich darzustellen.

  23. Ich gehe davon aus, dass Ihre Kommentare gegen den oder die Bildzeitungs-Artikel Hand und Fuß haben, denn ich lese dieses Blatt nicht. Aber wie von Herrn Henne richtig geschrieben sind nicht die Bild-Artikel das große Problem sondern die rechtslastigen Leser dieser Zeitung. Da deren Bildungsgrad in den meisten Fällen in den unteren Regionen angesiedelt sein dürfte, lassen sie sich, durch solch eine „Schmierblatt“ ihre Meinung bilden. „Am deutschen Wesen, soll die Welt genesen“. Ich denke, dass die Bildzeitung auch in Griechenland verkauft wird, denn dickbäuchige Landsleute möchten auf den wunderschönen Inseln Griechenlands ihre „Geisteslektüre“ nicht missen. Es wäre gut, wenn die Griechen eine solche Zeitung nicht in ihr Land ließen; besser noch – bildzeitungslesende, dickbäuchige Deutsche-
    sollten sofort ausgewiesen werden.

  24. Ich kann ihnen nur voll und ganz zustimmen.
    Viele Printmedien und deren Online-Ausgaben in Deutschland sind einfach durchgehend peinlich, vorneweg natürlich die Bild-Zeitung.
    Und es ist schlimm, dass immernoch soviele Leute diesen Schund lesen, glauben und verbreiten.
    Aber was noch viel Schlimmer ist: Wenn vermeintlich seriöse Medien à la Focus/Stern auch noch auf den Zug aufspringen.

  25. Nur nicht gar so weinerlich, Herr Pantelouris! Es ist keine Frage, dass die sog. „Offenen Briefe“ in BILD und stern widerlich und unerträglich selbstgerecht sind. Es ist allerdings auch keine Frage, dass Griechenland sich mit Lug und Trug in die EURO-Zone eingeschmuggelt hat, dass Steuerhinterziehung und Bestechlichkeit an der Tagesordnung sind, dass 900.000 Beamte für ein Zehnmillionenvolk grotesk überdimensioniert sind, dass Verbrecher jedes Jahr Waldbrände legen und die abgebrannten Flächen dann von korrupten Beamten als Bauland ausgewiesen werden (statt die Verbrecher einzusperren und zr Wiederaufforstung zu zwingen) und es ginge noch lange munter weiter, wenn man das wollte. Zumindest in einem Nebensatz hätten Sie darauf hinweisen sollen, dass nicht alle Vorwürfe total unberechtigt sind.Das würde die hochrespektable Lebensleistung Ihres Vaters um keinen Deut schmälern.

  26. Lieber Hartwig Lein, Vielen Dank für Ihre Hinweise. Aus anthropologischem Interesse: Haben Sie eigentlich, bevor Sie Ihre Hinweise unter meiner offensichtlich subjektiven Geschichte gepostet haben, eigentlich auch auf bild.de kommentiert und mehr Fairness angemahnt? Oder erwarten Sie die nur von mir? Das interessiert mich sehr.

  27. „Lass die Leute einfach reden und lächle mild, die meisten Leute haben ihre Bildung aus der BILD; und die besteht nunmal, wer wisse das nicht, aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht“
    (Die Ärzte – Lasse reden)

  28. Lieber Mikis,
    die Bildredakteure um Fairness zu ersuchen wäre vergebliche Liebesmüh. Ich sehe sie direkt vor mir, wie sie sich bei der Lektüre eines solchen Leserbriefes lachend auf die Schenkel schlagen. Ich fühle mich vom Thema Griechenland deshalb betroffen, weil in meinem direkten Lebensumfeld etliche Griechen sind. Mein Optiker, drei meiner Ärzte, die Wirtsfamilie meines Lieblingsrestaurants, zwei enge Freunde – lauter Griechen. Und alle sind gut ausgebildet, leistungsfähig, freundlich bis herzlich, hilfsbereit usw. Und trotzdem entstammen sie einem Volk, das es nicht schafft, einen einigermaßen funktionierenden Staat auf die Füße zu stellen. Diesen Widerspruch kann ich mir nicht erklären. Wenn mein Freund Saki von den Problemen berichtet, die er zuhause (Saloniki) damit hat, ein Auto anzumelden, kann ich es nicht fassen. Mit Schmiergeld ginge es sofort und einfach, aber „Ich bin kein GriecheGrieche, ich bin ein DeutschGrieche und ich bin zu stolz, um Bestechungsgeld zu zahlen“ (Ich hoffe, ich darf Dich zitieren, Saki!). Nehmen Sie es also bitte nicht persönlich, wenn ich mich derart echauffiere, nehmen Sie es als Ausweis meiner absoluten Fassungslosigkeit. In diesem Sinne: Nix für ungut!

  29. Das Statistische Bundsamt hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass die Verschuldung der öffentlichen Haushalte in Deutschland Ende 2009 bei 1692,2 Milliarden Euro lag.

  30. Als ich vorletzte Woche im Flugzeug von Thessaloniki nach Köln saß und den Fokus-Artikel über Griechenland gelesen habe (die Zeitschrift wurde im Flugzeug ausgeteilt) hab ich (als angehender Medienökonom) meinen Glauben an den deutschen Journalismus verloren.

    Vielen Dank, dass Sie mir wieder Hoffnung machen!

    Gratuliere zu diesem gelungenen Artike!

  31. Ein sehr schön geschriebener Artikel. Als Sohn eines griechischen Wissenschaftlers der Jahre lang an deutschen Universitäten nach der gr. Militätjunta wissen vermittelt hat, ist es mir unbegreiflich wie ein „journalist“ so einen Artikel hat auch nur absegnen können. Dass so etwas geschrieben wird, stelle ich ausser Frage, aber wer zum Teufel hat in einem Moment der geistigen Umnachtung diesen geistigen Dünnschiss in die Druckmaschine gelassen?

    Es freut mich jedoch zu sehen, dass dieser Artikel so ziemlich genau den Punkt trifft. Ein Ortsgespräch hätte auch jedes Budget gesprengt.

    Ich sage hiermit, vielen Dank und weiter so Miki.

    Xairetismus Markos

  32. Nicht auszumalen, wie böse der Autor mit der Bild hätte abrechnen können, die Argumente lagen mannigfaltig bereit. Umso beeindruckender, dass Herr Pantelouris sich diesen Anstand bewahrt und damit erst recht triumphiert. Hatte Gänsehaut beim Lesen! Danke!

  33. „Wer den Schaden hat…. “

    …nun, aber was soll man sonst sagen? „Willkommen im Club der Leute, die die BILD für überflüssig halten?“

    Jeder den ich kenne schämt sich entweder für die BILD, oder der Person ist es einfach egal was dort drin steht. Das die BILD-Schreiberlinge beim Verfassen ihrer Artikel ungefähr so präzise und verantwortungsvoll sind, wie eine mit Teppichbomben beladene B2 über einem Innenstadtviertel, sollte doch wohl jedem bekannt sein, der sich am Morgen die Hose nicht gerade mit der Kneifzange anzieht…

    …und das mittlerweile Hitler überall seinen Kopf ins BILD hält, wo man auch nur im Entferntesten möglich ist, sollte doch wohl auch mittlerweile niemanden mehr verwundern.

    Sicherlich sollte man nicht müde werden solchen „Journalismus“ offen anzukreiden.

    DOCH wo wir gerade dabei sind …
    …ist dieser Artikel in der zweiten Hälfte auch nicht viel besser: „(ich habe einen) Großvater mit einer dreistelligen NSDAP-Mitgliedsnummer“ ja meine Güte! Da will ich doch gleich die Godwin-Flieskärtchen entstauben und verteilen.

    Die beiden Großväter als „guter Großvater“, „böse Großvater“ gegeneinander aufzuwiegen ist nicht weit von dem entfernt, was auch ein Springerling an einem guten Tag hätte auswerfen können. Nicht dass ich Zweifel an der Korrektheit dessen hege, aber man muss doch schon aufpassen hier nicht auf dem Klischee auszurutschen.

    Darf man sich über die Affen aufregen, die mit „Offenen Briefen“ wie mit den eigenen Exkrementen um sich werfen? Ja natürlich, man muss sogar. Aber die beiden Großväter aus dem Hut zu ziehen und als Metapher und Gegenargument in die Höhe zu halten, ist kaum besser…

  34. @ zachrid
    Schade das sie nicht lesen können. Weder den Artikel, noch Godwins Law. Da heisst es : Im Verlauf einer langen Diskussion….. Der Autor hat am Anfang von seiner Familie erzählt und von gut und böse habe ich da nichts gelesen. Mit einer Entschuldigung kämen sie jetzt schon weiter.

  35. Leider ist es ja nicht nur die B… 🙁 Auch im TV kommt Merkwürdiges rüber. Es ist einfach zum K… Grüßen Sie ihren Vater – er weiß hoffentlich, wie Medien funktionieren.

  36. bin deutsche ,lebe und arbeite in österreich !liebe griechenland seit über 25jahren, bin ich 1x im jahr auf korfu habe viele korfujoten als freunde liebe das leben die menschen die kultur werde in 2 jahren dort leben. es ist mir peinlich und beschämend wie sich die deutsche regierung (EU)dem gr.volk anmaßt sie zu drohen und sie zu bevormunden!merie

  37. Ja, nee, is klar. Es geht einfach nicht ohne „Nazi“, oder?

    Schon alleine deswegen hoffe ich, daß die Griechen und Italiener aus der Eurozone fliegen.

    Wie charakterlos muß man sein, um seinen deutschen Großvater der Öffentlichkeit („einerliche Rechtfertigungen“) so preiszugeben. Dieser Mann hat tapfer für sein Vaterland gekämpft und dabei die höchste und begehrteste Tapferkeitsauszeichnung erhalten, die jemals vergeben wurde.
    Sein Enkel ist nur groß mit dem Mundwerk.

    Zum kotzen!

  38. @Frank: Meine Güte. Es ging hier um die Stigmatisierung einer Gruppe der Weltbevölkerung. Wenn der Opa ein Nazi war, war er einer. Fakt. Und wenn er ne Auszeichnung gekriegt hat, wobei ich mich frage, wie sie darauf kommen, denn das Bundesverdienstkreuz hat wohl Herr Pantelouris Sen. erhalten, hat er eine erhalten.
    Das Eine änderte nichts am Anderen…

    Leute mit ihren Aussagen sind beinah beschämender als die Bild selbst.

    Herr Pantlouris, sie tun Recht daran sich zu beschweren. Die deutsche Gesellschaft hält sich für aufgeklärt und objektiv. Wir sollten auch dazu stehen.

  39. Sehr geehrter Herr Pantelouris,
    ein Kommentar zu Ihren Ausführungen zum Bild-Artikel lautet sinngemäß“ man müsse sich in einer Demokratie mit einem Journalismus dieser Art abfinden können…“??? Das (ehemalige) Volk der Dichter und Denker – wo sind wir gelandet? Wir müssen das (nicht nur das Gehirn) zerstörende Geschreibsel erdulden, alles im Namen der Demokratie??? Nur, weil inzwischen offensichtlich die Mehrheit der Deutschen zu faul ist, selbst zu denken sondern sich lieber von BILD mit Schlagworten erschlagen lassen??? Schon in den 6Oigern hat BILD diverse Lügen, böse und folgenreiche Lügen verbreitet und ebenso viele, viele Existenzen vernichtet, fragen Sie z.B. Herrn Wallraff etc.! Es ist schon traurig, was diese Menschen mit dieser Selbstverständlichkeit von sich geben!! Unser (deutsches) „Weltmenschdenken“ und unsere unvorstellbare Arroganz legen wir wohl nie ab, Entschuldigung! Übrigens: Heute Abend bei Frau Will fand ich Sie hervorragend! ich drücke Ihnen und Griechenland die Daumen! Mich zu diesem Thema zu äußern, würde weit diesen Rahmen sprengen!
    Viele Grüße
    Monika Räthlein

  40. Schön, mal zur Abwechslung was Menschliches zu lesen.

    Auch wenn ich weiss, dass die BILD sich vorallem zum Einwickeln von Fisch und die Hetze gegen das griechische Volk der Auflagensteigerund dient(e)… -die mediale Darstellung meiner „faulen und grundsätzlich korrupten“ Landsmänner macht mich trotzdem traurig und wütend. Und schlimmer noch, es gibt Mitmenschen, die dies auch noch ungefiltert glauben.

    Seit Tagen frag ich mich jedoch, woher diese Häme und Ablehnung kommt?? Stammtischler die anscheinend zu Wirtschafts-Experten avancierten, belehren und mahnen mich ungefragt, dass WIR zur Drachme zurückkehren müssen, am besten gar ganz aus der DEREN EU raus. Und die Bild macht das was sie am besten kann: Ihren Dünnpfiff auch noch zu Geld machen. Ignorieren alleine hilft da nicht, man muss darauf aufmerksam machen.

    Komisch nur, dass mir vorher diese existenziell wichtige Unterscheidung zwischen WIR und IHR noch nie so aufgefallen ist.

    Helmut Schmidt meinte mal, dass „die Deutschen ein verführbares Volk seien“… -auch wenn ich ihn sehr schätze, aber glücklichweise gibt es Beispiele, die dies widerlegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.