Mein dir deine Bildung!

21. Mai 2013

Das neueste Werk des jungen deutschen Autoren Paul Ronzheimer,

GEHEIMBERICHT ENTHÜLLT
So hat uns Zypern betrogen!
So schlimm ist es mit der Geldwäsche wirklich

ist sein bis heute vielleicht vielschichtigstes, stilistisch wie auch inhaltlich. Schon formal sprengt er bisher für unverrückbar gehaltene Konventionen. Nehmen wir den schon früh im Text auftauchenden Dreiklang aus Behauptung, Tempowechsel und etwas, das Ronzheimer (offenbar in Anspielung auf das Konzept „Realität“) „Fakten“ nennt:

Experten prüften im Auftrag des Europarats im März den zyprischen Bankensektor, fassten in einem Report (liegt BILD vor) ihre Ergebnisse zusammen. Sie analysierten Daten von insgesamt 390 Topkunden mit mehr als zwei Milliarden Euro Einlagen bei sechs zyprischen Banken.

Schon die schiere Größe könnte einem Angst machen, wenn man bedenkt, dass jeder dieser 390 Topkunden offenbar mehr als zwölf Milliarden Euro über sechs Banken verteilt hat. Insgesamt reden wir hier also über mindestens 390 mal zwölf Milliarden, das sind 4,68 Billionen Euro! Oder um insgesamt doch nur zwei Milliarden, das wird hier nicht ganz klar, aber weg von diesen … Dings hin zu den „Fakten“.

Die erschreckenden Fakten:

• Von 14 000 Firmen sind allein 12 000 Briefkastenfirmen.
• Laut Register soll es auf Zypern insgesamt „nur“ 270 000 Firmen geben. Allerdings wurden allein seit 2010 mehr als 56 000 gegründet.

Diese 390 Topkunden haben also 14 000 Firmen, von denen … nein, Moment: Es gibt auf Zypern „nur“ 270 000 Firmen, von denen die 390 Topkunden … nein. Also die 14 000 … aber davon 56 000 neu … Sie bemerken den virtuosen Umgang des Autors mit verschiedenen Ebenen von sogenannten „Fakten“.

Großartig ist aber auch der Einsatz einer einzigartigen Form von „Realität“.

• Eine Überprüfung in Datenbanken zeigte, dass von 390 Kunden alleine rund 10 Prozent politisch exponierte Personen sind, aber von den Banken nicht als solche gekennzeichnet werden.

Ich weiß nicht, wie viele Versuche man brauchte, um in irgendeinem Land der Welt bei den größten Banken zu suchen, bis man eine findet, die unter den „Topkunden“ nicht zehn Prozent „politisch exponierte“ hätte – aber was das ist und wie man sie kennzeichnet hätte der Autor nach meinem Geschmack auch gerne noch imaginieren können.

• Die Prüfer deckten auch kriminelle Geldwäsche auf. So geht aus einigen Dokumenten etwa hervor, dass einer der Kunden der „Bank of Cyprus“ ein verurteilter russischer Betrüger ist. Er soll fünf zyprische Banken genutzt haben, um Gelder in Höhe von 31 Millionen Dollar zu waschen.

Die zyprische Regierung hatte während der Krise im März immer wieder beteuert, dass das Land kein Schwarzgeld-Problem habe und die Vorwürfe gelogen seien.

Das ist ein ziemlich gewagter Sprung von einem (!) (irgendwo?) verurteilten Russen zum „Schwarzgeldproblem“ eines ganzen (nichtrussischen) Landes, das dann offenbar dazu führt, dass

„der Bundestag die Hilfen für die Pleite-Insel (insgesamt 10 Milliarden Euro) nie hätte freigeben dürfen!“

Ich werde kurz mal nicht darauf eingehen, dass es sich bei den „Hilfen“ wie immer um Kredite handelt, denn ich sehe ein, dass Ronzheimer sich offenbar in der Verantwortung sieht, die Faschos in der Kommentarspalte zu füttern.

Offensichtlich hat sich Paul Ronzheimer bei seinem unermüdlichen Versuch BILD-Leser gegen Südeuropäer aufzuhetzen inzwischen davon verabschiedet, auch nur den Anschein erwecken zu wollen, so etwas wie Argumente, Fakten oder Logik zu verwenden. Er tippt einfach irgendetwas und schreibt seine Schlussfolgerung ohne Zusammenhang dazu. Und die ist, wie man aus der Diskussion um die Reparationszahlungen für Griechenland weiß (obwohl er selbstverständlich Anfragen zu dem Thema von mir nicht beantwortet, aber immerhin andere) ja nur „seine Meinung“ – was für ihn bedeutet, dass man sie nicht weiter begründen muss. Er hat sie einfach.

Als eine unlustige Form des Dadaismus ist Ronzheimers Text möglicherweise stilbildend. Meinem Verständnis nach bildet sie sogar eine neue Gattung, die ich gerne „Ödöismus“ nennen würde. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie (besonders aber nicht ausschließlich in Bezug auf ihre Gesamtaussage) in sich unschlüssig, schlecht geschrieben und mindestens ein bisschen schmierig ist.

Mannmannmann, muss das unangenehm sein, so zu sein.

25 Kommentare

Denke ich ja auch oft, aber die leugnen das vehement. Reden die sich das jetzt schön, oder wir uns?
Gibt es überhaupt ein „wir“?
Du bist auch manchmal ganz schön komisch.

by Muriel on 21. Mai 2013 at 10:43. #

In einem Punkt tut man Herrn R. wohl ein wenig unrecht:
„politisch exponierte Personen“ ist ein klar umrissener Fachbegriff; Art. 3 Z. 8 der Geldwäsche-Richtlinie 2005/60 definiert ihn so: „diejenigen natürlichen Personen, die wichtige öffentliche Ämter ausüben oder ausgeübt haben, und deren unmittelbare Familienmitglieder oder ihnen bekanntermaßen nahe stehende Personen;“
Konkretisiert wird der Begriff dann in Art. 2 der Richtlinie 2006/70, beginnend mit „Staatschefs, Regierungschefs, Minister, stellvertretende Minister und Staatssekretäre; Parlamentsmitglieder;“ usw. (näher nachzulesen hier http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:214:0029:01:DE:HTML )

by hp lehofer on 21. Mai 2013 at 17:21. #

Ich weiß das, aber in einen journalistischen Text (außerhalb eines Jura-Magazins) gehört die Erklärung zwingend rein.

by mikis on 21. Mai 2013 at 17:49. #

Lieber Michalis,
könnte es sein, dass Dir im Absatz nach dem ersten Zitat der Ronzheimer durchgegangen ist? Der – nun ja – Kollege schreibt von ZWEI Milliarden Euro, Du von ZWÖLF Milliarden. Wie kommt das denn? Oder habe ich einen wichtigen Gedankengang übersehen?

by royse on 21. Mai 2013 at 18:49. #

Zwei Milliarden auf sechs Banken. Könnten, so wie er es schreibt, auch zwölf sein.

by mikis on 21. Mai 2013 at 18:52. #

Mich hat letztens jemand auf ein Zahlenspielchen aufmerksam gemacht das doch 2010 für ganz ganz schön Furore gesorgt hat,aber auch mir ist das damals nicht aufgefallen:

http://www.welt.de/wirtschaft/article6616995/Griechenland-aechzt-auch-unter-der-Korruption.html

„Griechenland hat nicht nur ein Schuldenproblem, auch die Korruption breitet sich immer weiter aus. Ob die Ausstellung eines Führerscheins, Baugenehmigungen oder Steuerprüfungen – pro Jahr zahlt jeder Bürger durchschnittlich 1355 Euro Bestechungsgeld. Laut Transparency International ist das sogar nur die Spitze des Eisbergs“

Aha.Also jeder der 9 Millionen griechischen „Bürger“ (Ich gehe jetzt mal von den Wahlberechtigten aus) zahlt durchschnittlich 1355 euro..macht etwa 14,5 Milliarden Euro zusammen,oder?

Aber halt.Weiter im Text:
„Transparency International kalkuliert, dass griechische Haushalte 2009 insgesamt 787 Millionen Euro Bestechungsgeld zahlten.“

Also 9 Millionen griechische Bürger haben im Jahr 2009 (als die Pleite-Pigy-Giechen noch so viel hatten) jeder im Schnitt 1355 euro für Korruption ausgegeben wobei dann 787 Millionen Euro für „alle Haushalte“ raus kommt..oder so.Kapiert das jemand?

Halt stop.Bei 9 Millionen „Bürgern“ wären das doch nur 70-80 Euro?Bei halb so vielen „Haushalten“ wie „Bürger“(schätze Ich mal,ist europäischer Durchschnitt)dann immer hin doppelt so viel.Also 160 Euro.

Wie kommen die von TI also auf solce Zahlen?

Ganz einfach:

http://de.wikipedia.org/wiki/Transparency_International#Kritik_an_Transparency_International

Das sind die gleichen Arschlöcher die für die Industrie und Banker arbeiten wie die korrupten Idioten von der Bild & Co.So macht man Hetze.

by Jose on 21. Mai 2013 at 19:58. #

Bekommt er da jetzt auch einen Preis für?

by Marcus on 22. Mai 2013 at 08:27. #

Kann man den Herrn Rotzheimer eigentlich langsam mal der Volksverhetzung anklagen?

by lattentreffer on 22. Mai 2013 at 08:29. #

Wortspiele mit Namen sind selten niveauvoll.Schlage statt Rotzheimer dennoch Rotzeimer vor, lieber Lattentreffer.

by mikerolli on 22. Mai 2013 at 09:24. #

@ mikerolli: YMMD!

by jansalterego on 22. Mai 2013 at 09:38. #

„Mannmannmann, muss das unangenehm sein, so zu sein.“

Das ist ganz einfach. Wenn man tot ist, merkt man es selbst nicht und leidet auch nicht drunter. Schwer ist es nur für die anderen.
Genauso ist es, wenn man blöd ist….

by Martina on 22. Mai 2013 at 11:19. #

Bin ja eigentlich ganz deiner Meinung, was den ollen Paule angeht – aber bei dem Punkt mit den „insgesamt 390 Topkunden mit mehr als zwei Milliarden Euro Einlagen bei sechs zyprischen Banken“ bist du schon extrem krümlekackerisch. Ich lese da „2 Milliarden, verteilt auf 390 Topkunden bei 6 Banken“. Natürlich ist der Satz nich eindeutig, aber so schlimm isses ja nun auch wieder nich.

Türülüü

by momo on 22. Mai 2013 at 11:41. #

Natürlich ist der Satz nich eindeutig.

by mikis on 22. Mai 2013 at 12:23. #

Hmmm, soooo schlecht finde ich die Zusammenfassung nicht. Es ist halt nicht so einfach, einen Untersuchungsbericht auf Bild-Format und -Sätze runterzubrechen …

Wieso kritisierst du den Satz mit den 10 Jahren Backlog nicht? Der steht nämlich (IMHO) überhaupt nicht im Originalbericht drin …

Ansonsten steht da noch ne Menge spannendes drin, was aber jetzt wohl nicht zum „Rumgerante“ gepasst hätte … Dass Deloitte 29 (Geldwäsche-) verdächtige Transaktionen gefunden hat, die zyprischen Banken selber keine einzige. Dass die eigentlichen Besitzer, die sich hinter den verschachtelten Fällen verstecken, bei Guthaben zu 27% unbekannt sind, bei Krediten aber nur zu 11% (Vermutung: Wenn die zyprische Bank wissen will, wer hinter irgendwas steckt, bekommen sie es auch raus, nur interessiert das bei Guthaben keinen. Da drückt man – wie in der Schweiz – gerne beide Augen zu).

Außerdem lobe ich die Bild dafür, das Original auf dem Server zur Verfügung zu stellen. Dieser Hinweis hätte auch Dir gut gestanden!

Der Bild Artikel mag schlecht sein, aber deiner – sorry – ist nur geringfügig besser. Mein Tipp: Slow down, atme durch und versuche die Objektivität und Gelassenheit zurückzubekommen, die der Bild fehlen.
Ich bin hier eigentlich besseres gewöhnt.

Mein Take zum Artikel und zum Dokument:

http://egghat.tumblr.com/post/51068269342/eu-zypern-dokument-enth-llt-geldwaesche-tradition

by egghat (@egghat) on 22. Mai 2013 at 15:05. #

1) 2 Milliarden _bei_ 6 Banken sind natürlich immer noch 2 Milliarden.

1a) Tatsächlich sind es lt. Report die 390 Topkunden jener 6 Kreditinstitute, welche mehr als 2 Milliarden an Einlagen verwalten.

2) Diese Topkunden wiederum sind für etwa 10 Prozent aller Einlagen und etwa 15 Prozent aller Kredite des _gesamten_ zypriotischen Bankenwesens verantwortlich.

3.) Von diesen Topkunden wiederum sind 10 Prozent sog. politisch exponierte Personen (Politiker, hohe Beamte etc.) und unterliegen damit höheren Risiken für Bestechung, Geldwäsche etc. Der Skandal ist nicht so sehr, dass diese Personen da auftauchen, sondern dass sie nicht als solche von der Bank gekennzeichnet wurden. Damit kann logischerweise auch keine gezielte Überprüfung auf Geldwäsche, Bestechung usw. stattfinden.

4.) Die zypriotischen Banken (bzw. jene, die überprüft wurden) haben grundsätzlich kaum/viel zu wenig Kenntnisse darüber, wer ihre Kunden eigentlich sind. Und sie haben keine der 29 verdächtigen Transaktionen, die durch die nachträgliche Untersuchung aufgefallen sind, an die entsprechenden Behörden gemeldet.

4a) Wenn die zypriotische Regierung trotzdem behauptet, Zypern hätte kein Schwarzgeldproblem und die Vorwürfe sind gelogen, dann lehnt sie sich damit sehr, sehr weit aus dem Fenster. Im besten Fall wissen sie es schlicht nicht.

5) Keiner der Top-Kommentare unter dem BILD-Artikel kommt auch nur in die Nähe der „Hetze gegen Südeuropäer“. Dass du die LeserInnen der BILD als Faschos bezeichnest, sagt nur etwas über dich und deine Erziehung aus. :)

by Wilz on 22. Mai 2013 at 15:24. #

Ich finde es gut, dass hier auch Kritik am Autoren stehen bleibt.

by Christian Benduhn on 22. Mai 2013 at 15:45. #

@Wilz
Nein, Faschos sind die Leser der Bildzeitung nicht (wenigstens nicht alle), aber alle sind unsagbare Dumpfbacken.

by wschira on 22. Mai 2013 at 15:55. #

@wschira: Nach Ihrer Theorie müsste jemand, der aufhört, die Bildzeitung zu lesen, über Nacht ein besserer und schlauerer Mensch werden. Sie hingegen würden durch Lektüre derselben automatisch eine unsagbare Dumpfbacke.
Was Sie da vertreten, ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Demnach würde jeder Koranleser zum Terroristen mutieren.
@Kommentator vor wschira: Kritik am Autor (nicht: Autoren).
@Wilz: Sind Sie Bildleser?
@Pantelouris: Ronzheimer schadet Ihrer Gesundheit (und Objektivität).

by Christian Benduhn on 22. Mai 2013 at 18:27. #

[…] von einer wohlgesonnen Medienlandschaft und resignierten Bürgern, die nichts mehr hinterfragen." Wie die BILD nun gegen Zypern hetzt Hetze gegen Griechenland ist ja auch langweilig geworden. Unheimliche Geschäfte der Deutschen […]

by Aufgelesen und kommentiert 2013-05-22 - Duckhome on 22. Mai 2013 at 21:54. #

Sowohl bei Paul Ronzheimer als auch bei Hundekot unterm Schuh sinne ich nicht lange nach über Sinn und Zweck. Beides gilt es zu vermeiden.

Und nun muss ich mich beim Hundekot für den Vergleich entschuldigen …

by kleitos on 23. Mai 2013 at 12:00. #

[…] Mein dir deine Bildung! […] Offensichtlich hat sich Paul Ronzheimer bei seinem unermüdlichen Versuch BILD-Leser gegen Südeuropäer aufzuhetzen inzwischen davon verabschiedet, auch nur den Anschein erwecken zu wollen, so etwas wie Argumente, Fakten oder Logik zu verwenden. Er tippt einfach irgendetwas und schreibt seine Schlussfolgerung ohne Zusammenhang dazu. Und die ist, wie man aus der Diskussion um die Reparationszahlungen für Griechenland weiß (obwohl er selbstverständlich Anfragen zu dem Thema von mir nicht beantwortet, aber immerhin andere) ja nur “seine Meinung” – was für ihn bedeutet, dass man sie nicht weiter begründen muss. Er hat sie einfach. Quelle: Michalis Pantelouris […]

by Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website on 24. Mai 2013 at 16:05. #

@Christian Benduhn
nicht „der Bildleser“ ist eine Dumpfbacke, sondern derjenige, der den Ronzheimers dieser Welt glaubt, was diese raus-„rotzen“.

Herr Ronzheimer ist ein übler Hetzer und Menschenverächter, der offenbar selbst glaubt ein Journalist zu sein und für eine Zeitung zu schreiben.

Beides trifft aber nicht zu, er ist kein Journalist und BILD ist alles andere als eine Zeitung.

by Hannes66 on 25. Mai 2013 at 08:36. #

Offensichtlich hat sich Paul Ronzheimer bei seinem unermüdlichen Versuch BILD-Leser gegen Südeuropäer aufzuhetzen inzwischen davon verabschiedet, auch nur den Anschein erwecken zu wollen, so etwas wie Argumente, Fakten oder Logik zu verwenden. Er tippt einfach irgendetwas und schreibt seine Schlussfolgerung ohne Zusammenhang dazu. Und die ist, wie man aus der Diskussion um die Reparationszahlungen für Griechenland weiß (obwohl er selbstverständlich Anfragen zu dem Thema von mir nicht beantwortet, aber immerhin andere) ja nur “seine Meinung” – was für ihn bedeutet, dass man sie nicht weiter begründen muss. Er hat sie einfach.

by H.Ewerth on 25. Mai 2013 at 16:59. #

Aman vre Miki,

suchst Du immer noch nach der Wahrheit mit Hilfe von Logik und Vernunft? Logiki psaxneis diladi, e? LOL!

Es gibt nur eine adäquate Antwort an Ronzi-Baby:
TRELA 😉

http://www.youtube.com/watch?v=O9OM19tCWoc

P.S. (an Ronzheimer & seine Geldgeber):

„Das Unglück ist, dass jeder denkt, der andere ist wie er, und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt.“

Heinrich Zille

by Lina on 29. Mai 2013 at 10:01. #

@Jose

Da machst Du der TI aber – diesmal – zu Unrecht einen Vorwurf. Hier hat „DIE WELT“ schlicht in der Überschrift komplett versagt.

Im weiteren Text heisst es nämlich richtig:

– durchschnittlich 1355 EUR für die Ausstellung von Führerschein, Fahrzeugschein etc.
– durchschnittlich 1671 EUR bei Anwälten, Ärzten, Banken

Geht insoweit klar hervor: Wenn ein Bürger davon betroffen ist (sich z.B. einen Führerschein o.ä. schneller beschafft) – und auch nur dann – zahlte er durchschnittlich 1355 EUR dafür.

Da machen die gesamten 787 Mio auch Sinn.

Da nicht jeder Bürger gleichermaßen betroffen ist/war, ergibt sich logischerweise, wie von Dir richtig dargestellt, ein deutlich geringerer Durchnittsbetrag je Bürger insgesamt.

Die tolle Zusammenfassung (und falsche Darstellung in der Überschrift) kommt von Herrn Hassel selbst, der offensichtlich seinen eigenen Artikel nicht verstanden hat oder, wer will aber da Böses denken, den geneigten Überschriftenleser von den Schandtaten der gesamten griechischen Bevölkerung überzeugen wollte und eine weitere negative Stimmung zu schüren.

Aber das wollen wir doch vom Springer-Verlag nicht annehmen.

by Tom on 1. Juni 2013 at 08:34. #

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