Ich hatte Unrecht

Man muss Fehler zugeben können, selbst die eigenen, und deshalb hier eine kurze Korrektur: Ich habe ausführlich beschrieben, wie unerwartet großartig ich den Blog von Kai Diekmann fand. Ich dachte plötzlich, der Typ wäre tatsächlich sehr viel intelligenter und lässiger als ich es ihm je zugetraut hätte, und seine Kritiker wären etwas zu verbissen. Aber ich habe mich getäuscht: Er ist auf armselige Weise nachtragend, und das ist wieder genau so uncool, wie man es hätte vorhersagen können, wenn man nicht wie ich leicht zu beeindrucken wäre. Schade.

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4 Antworten auf „Ich hatte Unrecht“

  1. Ich verstehe ja überhaupt nicht, was die FAZ gerade mit ihm veranstaltet. Planen die eine größere Axel-Springer-Beteiligung oder ist das einfach nur so der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

  2. Vielleicht ist das auch nur der Dank dafür, dass die Schirrmacher-Bücher immer so gepusht werden? Alles Buddies.

  3. Da bin ich dann doch beruhigt. Auch wenn ich fand, es spricht für Dich, daß Du zumindest offen genug bist, eventuelle Großartigkeit vorurteilsfrei festzustellen. Trotzdem ist das jetzt wieder die Welt die ich kenne und in der ich micht (halbwegs…) zurechtfinde 😉

  4. Irren ist menschlich ;)…was mich bei der Debatte um Kai Diekmann’s Blog immer ueberrascht ist, dass es zwei komplett parallele Welten gibt: Diekmann’s Blog kommuniziert mit Niggemeier, taz, Faz und ‚den Bloggern‘ – schoen. An der Tatsache, dass trotzdem jeden Tag Millionen von Lesern die Bild kaufen von denen sehr, sehr viele von der ‚Popkultur‘ um Diekmann keinen Schimmer haben aendert erstmal gar nix. Auch wenn sein Blog im Internet fuer jeden verfuegbar ist, wird ja nach meinem Wissen nicht dafuer in Bild geworben. KD ’spielt‘ mit seinen Kritikern (manchmal mehr oder weniger ironisch-gebrochen-klar, der Mann ist ja nicht doof…) waehrend im Hintergrund die Druckpressen laufen und eine Zeitung produzieren die nicht dazu lernen will-ein Blick auf bildblog reicht ja dafuer. Ein interessanter Fall von ‚corporate social responsibility‘: Solange am Kerngeschaeft nicht geruettelt wird, die Profite weiter fliessen und sich Arbeitsbedingungen nicht aendern, gibt man sich gerne kritisch und offen. Waehrend die Bagger das Erz abbauen laesst sich KD mit den Indios vor der neuen Schule fotografieren wie er von der ‚Verantwortung‘ seines Unternehmens spricht. Das ist ein Vergleich aus dem Bereich in dem ich arbeite und oft genug sehe, wie Wissenschaftler und Medien diesem Schwindel auf dem Leim gehen…

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